Interview: Wie wird man eigentlich Priester? (#082)

Shownotes

// „Hilfe, mein Kind lässt sich taufen!“ // In Berlin ließen sich am 30. Mai vier Männer zu katholischen Priestern weihen. Dass die Weihe von vier Männern so freudig gefeiert, von Medien begleitet und live gestreamt wurde, zeigt, wie außergewöhnlich ein solches Ereignis angesichts des dramatischen Priestermangels in Europa inzwischen geworden ist. Im Jahr 1962 wurden in den 27 deutschen Bistümern noch 557 neue Priester geweiht, 2025 waren es nur noch 25. Wir freuen uns deshalb umso mehr über den Gast in unserer heutigen Sendung: Regens Matthias Goy aus Berlin bildet Männer aus, die sich berufen fühlen und begleitet sie auf ihrem Weg in einen heute selten gewordenen Beruf. Andreas spricht mit ihm darüber, wer heute noch Priester werden will, wie das überhaupt geht, wie die Kirche sich für den Nachwuchs einsetzt, und wie es dazu kommen konnte, dass sich die Gesellschaft so säkularisiert hat, dass manche Eltern befürchten, ihr erwachsenes Kind drifte ab, wenn es sich plötzlich taufen lässt.

Natürlich bleiben auch die unbequemen Fragen im Interview nicht aus: Kann sich ein Priesterseminar angesichts weniger Bewerber überhaupt erlauben, Kandidaten abzulehnen? Wie blickt Goy darauf, dass Frauen in der katholischen Kirche nicht zum Priesteramt zugelassen sind? Und was dachte er, als Papst Franziskus in Bezug auf Priesterseminare von „zu viel Schwuchtelei“ sprach?

VATIKANGEFLÜSTER ist der wöchentliche Podcast von Journalistin Heike Kleen und Vatikan-Experte Andreas Englisch. Aus Rom berichten sie über Papst, Vatikan und katholische Kirche – und ordnen diese Themen in das weltpolitische Geschehen ein: Kriege, Klimakrise, Machtfragen, Gesellschaft und Glauben. Exklusive Einblicke, Hintergründe und persönliche Begegnungen machen verständlich, wie Entscheidungen im Vatikan entstehen – und warum sie weltweit relevant sind.

Das Interview wurde am Montag, den 29.06.2026 aufgezeichnet.

Weitere Infos und Bilder auf dem Instagram-Kanal von Andreas Englisch

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Ein Produktion von PARKUM Audio

Redaktion: Kerstin Englisch | Ton & Schnitt: Valentin Rövenstrunck | Produzent: Michael Treutler | Aufnahme & Postproduktion: Das Hörspielstudio XBerg, Berlin | Sprecher:innen Intro-Outro: Tanja Geke & Simon Jäger

Transkript anzeigen

00:00:03: Parkum Audio präsentiert.

00:00:05: Den Andreas Englisch Podcast.

00:00:08: Vatikan Geflüster auch für Atheisten.

00:00:12: Donnerstag, sechzehntel Juli, zweitausendsechsundzwanzig.

00:00:18: Hallo liebe Hörerinnen und Führer von Vatikane Flüster!

00:00:23: Heike ist immer noch im

00:00:25: Urlaub.

00:00:26: So langsam fiel sie mir richtig.

00:00:28: Das letzte Mal, als ich sie hörte war sie gerade weit weg und gut gelaunt.

00:00:32: Deswegen hoffe ich, dass sie einen schönen Urlaub hat.

00:00:34: Ich weiß das viele von euch hier schon einen schöneren Urlaub gewünscht haben.

00:00:37: Vielen Dank dafür!

00:00:39: Heute haben wir eine ganz besondere Folge her.

00:00:41: aber zunächst muss ich euch ein bisschen mal was vorstellen wegen dieser gewaltigen Winze hier in Rom.

00:00:46: es ist wirklich sehr heißes Eis.

00:00:49: Es ist heiß hier unten in Rom Und der Papst hat es oben in Castel Gandolfo, wo er gerade Sein Urlaub verbringt auch nicht sehr viel Kühler.

00:00:57: Und den Vatikan flüstern jetzt alle darüber, was er dort eigentlich tut.

00:01:02: Was tut er dort?

00:01:03: Er versucht vor allem natürlich sich auf den Leben Gott zu konzentrieren.

00:01:06: und das Zweite ist er will abnehmen!

00:01:10: Alle in dem Vatikand haben sich darüber lustig gemacht, dass er doch ziemlich dicke war.

00:01:13: Also hat er in den letzten Monaten ganz schön zugelegt kann man auch sehen.

00:01:17: also die Zutahne zwickt und zwackt so langsam.

00:01:20: Er selber hat seinen Freunden dazu gesagt, ich kann mich aber nicht mehr überwägen.

00:01:25: Da sind diese vielen Termine... er muss ja viel sitzen und viele Leute empfangen und hat gesagt, das ist einfach unheimlich schmierig mein Gedicht zu halten.

00:01:35: Dann gibt es diesen vielen Essen, zu denen er eingeladen ist für den Papst jetzt natürlich auch.

00:01:41: Werder als Wahnsinnig-Unhöflich-Berlin mitessen würde, der kann natürlich sein.

00:01:45: liebe Gäste!

00:01:46: Ich freue mich, dass ihr alle da seid und ich wünsche euch einen guten Appetit Und ich gehe dann schon mal.

00:01:51: Das geht natürlich nicht, sondern er muss natürlich auch mit gutem Appetit essen.

00:01:54: Deswegen hat er ganz schön zum Gelegten das Eid oder andere Kilo draufgekommen und jetzt in Castel Gandolfo hat er sich also wie seine Freunde jetzt sehen ganz schön vorgenommen erst nachzunehmen.

00:02:04: Also es gibt ein striktes Programm, also viel Sport.

00:02:09: Tennis spielen sobald die Temperaturen zulassen, also eher in den Abendstunden oder ganz früh morgens.

00:02:15: Dann gehen die natürlich auch sehr viel spazieren und es gibt ja auch einen Schwimmbad.

00:02:19: Und das soll er auch wieder aktiviert haben, also er versucht jetzt sich so vielen in Wünke zu bewegen lange Spaziergänge.

00:02:26: Er hat ja ein Fitnessraum im Batecar eingerichtet und der Kassel-Gandolfo ist sozusagen die Villa Barberini, in der er wohnt.

00:02:34: von dieser große Park riesiger großer Fitnessraum.

00:02:38: Ich werde

00:02:39: echt mit dem Wahnsinn, ich kann mal Moistien spielen weil dort hat ja schon eine römische Kaiser Und dieser römische Kaiser hat sich eine große Halle gebaut, die ist genau eine halbe Römische Meile langweilig.

00:02:50: Damals für einen Soldaten.

00:02:52: wirklich war mindestens ein Tag eine römisch-meile zurückzulegen.

00:02:55: Ich frage mich auf der Papst jetzt, durch den sie imposante Halle geht und auch jeden Tag eine, ich glaube mal mehrere römischen Meilen zurücklegt oder ein bisschen abzuspecken.

00:03:05: Er hatte ja auch ein anstrengendes Programm im Herbst.

00:03:07: aber wie gesagt jetzt ist gerade angesagt Ausruhen, Sport ganz viel Sport, ganz viel Bewegung ganz gesundes Essen.

00:03:15: Das ist in Kasselgandur verziehlich einfach aus den Schlichten.

00:03:17: und weil diese große Farben, die Peps dort haben, die produzieren so gut wie alles selber an dem frischen Tollart.

00:03:23: kein Problem.

00:03:23: es gibt einen großen Hühnerstall Kühe und es gibt der wunderbare Resolvenöl das sie selber produzieren.

00:03:29: also der Papst wird dort gerade bio versorgt werden und ich glaube er wirkt versuchend um da zu kriegen.

00:03:36: mal gucken ob das schafft.

00:03:36: als Helge dann ja mehr oder nicht.

00:03:39: aber genug jetzt des Papstgeflüsters über den Papst selbst.

00:03:45: Wir haben heute eine ganz besondere Folge, weil wir uns vorgenommen haben, weil eine total spannende Pasta war und bevor ich jetzt hier euch noch mehr über den Parps in der Hitze verrate eins vielleicht noch er trägt ja gern ein Käppi!

00:03:59: Und beim Kennenstieren haben Freunde jetzt gesagt hat er jetzt wie bei dieses Käppich auf das hatte als er noch Kardinal war, war das ein knallerotes Käppchen.

00:04:07: so eine Baseballgabe ist das gewesen.

00:04:10: Man sagt mir heute, es ist keine knalrote Baseball-Cup-Mail.

00:04:13: Es trägt ja eine weiße Baseballcube, weil das dann besser durch seine Pups Outfit passt.

00:04:18: Ansonsten hat er während er jogged und spazieren, während er dattelgespielt natürlich nicht zu einem weißen Sinklern an.

00:04:24: Da sind Fotografen verboten.

00:04:27: Niemand darf da über den Zaun schauen.

00:04:28: Das finde ich auch ganz gut.

00:04:29: Wir sollten jetzt mal in Ruhe lassen.

00:04:30: Aber jetzt zu meinem ganz besonderen Gast!

00:04:33: Den stelle ich euch jetzt vor.

00:04:36: Heute haben wir bei Vatikan Geflüster einen ganz besonderen Gast, weil der hat mit dem heißesten Thema zu tun das es überhaupt in der deutschen katholischen Kirche gibt.

00:04:50: Das ist der Ausbildungsleiter des Erzbistums Berlin Matthias Goi.

00:04:58: und jetzt erzähl ich mal einfach nur in zwei drei Sätzen warum das so spannend ist was er macht.

00:05:05: Schauen wir mal in die Statistik, weil Herr Geu ist zuständig auch für die Ausbildung von Priestern im Erzbisto Berlin.

00:05:13: Und die Entwicklung der Priester in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten kann man gar nicht anders sagen dramatisch.

00:05:20: Also das ist keine leichte Veränderung, sondern der Rückgang und der Gesamtzahl der Priester ist über ein Drittel durch die hohe Überalterung.

00:05:30: Ist die Zahl insofern so dramatisch?

00:05:32: Das kann man mal ganz gut sehen an einem der größten Bistümer.

00:05:34: Berlin ist ja nicht so ein großes Bistum aber eins der das größte Bistüm in Deutschland mittlerweile was die Bevölkerungszahl angeht ist das Bisto Münster.

00:05:40: Das ist sehr ausgedehnt mit über Zweihundert Gemeinden und in diesen zwei Hundert natürlich auch ein katholischer Priester nötig, aber in den vergangenen Jahren gab es im Erzbistum Münster fünf neue Priester.

00:05:55: Jetzt kann sich jeder der das mal durch die Rechnemaschinejagd vorstellen was passiert wenn man über zweihundert Gemeinden hat, aber nur fünf Priester.

00:06:04: dann ist eine wirklich dramatische Krise vorgezeichnet.

00:06:07: Aber Berlin steht ja ein bisschen besser da, die hatten in letzter Zeit wirklich ganz spannende Priesterweine und deswegen begrüße ich erstmal hier bei uns Hallo Matthias Gäu, sehr schön dass Sie Zeit hatten!

00:06:20: Hallo herzlich grüße zu sagen aus Berlin!

00:06:23: Ja danke.

00:06:25: Ich würde mich jetzt einfach erstmal ganz simpel fragen, wie kommt man auf die Idee Priester ausbilden zu wollen?

00:06:31: Wie kommt man auch die Idee und vielleicht sagen Sie nochmal warum das überhaupt Regents heißt.

00:06:36: Regieren sie etwas?

00:06:38: Also die Regenten sind sozusagen ja eigentlich Hausleiter In anderen Teilen der Welt Rektoren, wenn man so will.

00:06:46: Aber im Rektor steckt ja sozusagen die Richtlinienkompetenz quasi ein Haus, eine Kommunität zu leiten, zu begleiten und sozusagen die Ordnung vorzugeben.

00:06:59: Und in Deutschland haben wir eben dieses Amt des Regens was das Priestsiminal solches angeht.

00:07:05: Die Häuser, die großen alten Häuser aber auch die Kleinen haben eben so eine Person einen Hausleiter, würde man dann vielleicht heute sagen.

00:07:13: Einen Ausbildungsleiter und wir sprechen auch hier in Berlin vom Ausbildungslider.

00:07:18: aber der Regens ist natürlich auch ein prägnantes Wort und ganz klar die Kompetenz eben Priester zu begleiten und Priester auszubilden.

00:07:27: daher kommt es ja warum weiß ich gar nicht warum ich dazu gekommen bin hat mich ein wie es in Kirche so ist immer ein Bischof mal gefragt vor mittlerweile fast fünfzehn Jahren genau

00:07:39: ob sie Lust dazu hätten, andere Priester auszubilden?

00:07:42: Genau.

00:07:43: Ich war vorher Jugendseesorger.

00:07:45: insofern hat mich die Begleitung von jungen Menschen auch in der Berufungsfindung immer schon begleitet, auch davor in den Jahren vielleicht war das ein ausschlaggebender Punkt zu sagen also der kann das vielleicht tun in diese Rolle zu gehen der nicht nur für eine Ordnung zu sorgen, sondern auch wirklich Menschen ja zu begleiten und Schritt-für-Schritt sozusagen mit ihm so einen Weg zu gehen.

00:08:12: Der ich sage mal von so einem Berufungswunsch letztendlich zu einer konkreten Rolle und einer konkreten Ausbildung führt führen muss und doch zu einem Abschluss letztendlichen nach Prüfung und nach Befähigung dann auch geweiht zu werden das ist ja so der Spannungsbogen den wir quasi in unserem Team mit auf dem Schirm haben müssen und begleiten müssen, über die Jahre hinweg.

00:08:36: Das ist ja eine lange Zeit.

00:08:39: Sie kommen aus der Jugendsseelsorge – sie sind einundfünfzig Jahre alt!

00:08:43: Das heißt, Sie haben auch Jugensseelsorges schon in einer Zeit betrieben, in der das für die katholische Kirche wie Sie wissen nicht so ganz einfach war?

00:08:51: Also ich sage mal zwei Geschichten setzen über mich.

00:08:54: Ich bin da komm' aus einer Arbeiterfamilie aus dem Bistumpaderborn.

00:08:58: Ich bin mit Priestern, weil meine Eltern sehr arm waren jedes Jahr.

00:09:02: Mit Zelten an die Ruhr gefahren und mit unseren Priesternen.

00:09:06: Die haben uns damals, kann ich mich gut daran erinnern, ohne jemals darüber nachzudenken wenn wir einen Sonnenbrand hatten den Rücken eingegremt.

00:09:15: Kein Mensch hat darüber gesprochen.

00:09:18: Wenn...die haben auch mal, wenn die Klamotten fehlten das T-Shirt gewechselnt.

00:09:22: all diese Sachen waren damals in meiner Kindheit Mit Priester vollkommen normal.

00:09:27: Ich habe jetzt mit vielen deutschen Priestern in den vergangenen Jahrzehnten gesprochen und die haben mir gesagt, dass es hat sich durch den Generalverdacht oder den Missbrauchsskandal vollkommen geändert.

00:09:38: Gerade Jugendseelsorge ist eine ganz heikle und andere Sache geworden als du sie aus deiner Kindheit kennt.

00:09:45: Haben Sie mit dieser Problematik damals schon zu tun gehabt?

00:09:51: Ich würde es anders nochmal versuchen zu formen, denn das war ja noch tatsächlich vor den großen Missbrauchserkenntnissen.

00:09:58: Vor dem Vokabular was wir heute haben auch damals allerdings schon waren ich sage mal manche Prinzipien einfach klar und deutlich dass man eigentlich mit anderen Gruppenleiterinnen Gruppen leitern zusammen in zum Beispiel in die Zimmer im Jugendhaus hineingeht oder dass bestimmte Transparenzen da sind.

00:10:22: Also ich wäre damals, egal ob als Nicht-Priester oder dann noch als Priester nicht auf die Idee gekommen allein irgendetwas in so einer Richtung zu machen.

00:10:32: und insofern war die Sensibilität tatsächlich aus der Dütsösanen Jugendseesorge Ebene aber auch in den Dekarnaten damals schon da Und ich kann mich erinnern das wir auch da immer geguckt haben welche Gruppenleiterin welcher Gruppen leiter ist adäquat eigentlich mit den Kindern unterwegs.

00:10:50: Also das war für uns damals ein wichtiger Qualitätspunkt, ohne dass wir diesen Ballast, diesen Negativballast wie heute oftmals dann im Gepäck hatten sondern wir haben immer wieder versucht zu gucken.

00:11:02: also lassen wir die Personen jugendlicher oder Jugendliche dann auch Person sein.

00:11:08: und wo braucht es Transparenz?

00:11:09: Und trotzdem Ordnung oder oder die nächsten Schritte?

00:11:12: Also das geht mir oft noch so nach, wenn ich jetzt an diese Zeit denke und mit heute vergleiche.

00:11:18: Heute ist oftmals dann mehr dieses Problem vor lauter Vorschriften und Kenntnissen in die Ängstlichkeit zurück und eine künstliche Distanz aufzurichten wozu allerdings nicht T-Shirt wechseln oder Sonnencreme auftragen gehört.

00:11:36: Das gehört aber auch damals schon nicht dazu weil dass die Jugendlichen oder Kinder ja unter sich immer schon geregelt haben und gemacht haben.

00:11:44: Da war man eher, ich sag mal aus einer brießerlichen Perspektive der Hürde, der geguckt hat dass das auch alles funktioniert und man vom Strand wieder nach Hause kommt und so.

00:11:54: Aber das andere war für mich damals überhaupt keine Dimensionen wohl aber die Sensibilität mit jugendlichen Leitern zusammen zu machen.

00:12:06: Also das ist wirklich ein wichtiges Bild auch für mich heute.

00:12:09: Ja,

00:12:09: also ich kenne heute Salesianga Brüder die wie Sie wissen ja viel mit Jugendarbeit zu tun haben, die sagen also durch das was in den vergangenen Jahren passiert ist würde ich einen der Kinder oder Jugendlichen die mir anvertraut sind nicht mal mehr die Schuhe zu binden wenn er mit offenen Schnürsenkeln rumläuft weil wir einfach in eine Situation geraten sind die so schwierig geworden ist dass gerade in der Jugendsäel sorge wir eine wahnsinnig komplizierte Gratwanderung machen müssen.

00:12:39: Und deswegen, deswegen frage ich einfach nur ob damals sich das schon an... Ich weiß dass es vor der Zeit war als die große Missbrauchskandalin war aber haben Sie in den vergangenen Jahren oder auch in Ihrer Arbeit also Regens mit dieser, ja wie gesagt, mit dieser dunklen Wolke noch zu tun?

00:12:54: Oder würden sie sagen, das hat sich eigentlich alles jetzt beruhigt?

00:12:58: Na gut, beruhicht nicht!

00:12:59: Das sind ja heute, ich sag mal, in Qualitätsstandards Presse oder getahene Erkenntnisse, die wichtig sind letztendlich auch natürlich in der Ausbildung um Menschen darauf vorzubereitend möglichst sensibel zu sein auf die Bedürfnisse der Leute und auch auf eine gewisse Nähe und Distanz.

00:13:20: Letztendlich dieses schöne Wort immer authentisch zu sein heißt ja nicht übergriffig zu werden sondern bei sich zu bleiben in Kommunikation zu treten.

00:13:30: Das sind ganz wichtige Regeln heute der Ausbildung, die man ganz anders natürlich verbalisieren kann als noch vor fünfzehn oder zwanzig Jahren.

00:13:40: aber sie gehen heute eigentlich in den Fokus der wie wird man denn heute Seesorger?

00:13:45: das geht nur so nicht indem man irgendwelche Vokabeln verkündet sondern indem man sensibel sensitiv letztendlich mit den Menschen unterwegs ist und dennoch immer auch ein Stückchen bei sich bleibt.

00:13:58: also Näh- und Distanz letztendlich Qualität für sich ausbildet, aber auch eine Persönlichkeit die sich mit den Menschen entwickelt.

00:14:08: Die man begleitet.

00:14:10: Sie kennen ja wahrscheinlich auch die anderen Priester Seminare in Deutschland.

00:14:14: ich weiß nicht ob sie schon mein Münster waren.

00:14:16: das Gebäude ist Wie sie sich vielleicht wissen, riesengroß.

00:14:19: Natürlich kam ich mal an einen Besuch im Priesterseminar in Münster als auch in Köln.

00:14:24: Das war wirklich beeindruckend, dass dort früher hunderte Menschen untergebracht werden konnten.

00:14:31: Diese Gebäude waren ja wirklich gigantisch!

00:14:34: Das hat sich im Laufe der vergangenen Jahre wie Sie besser wissen als ich drastisch verändert.

00:14:39: haben Sie eine Erklärung dafür?

00:14:41: Wie das gekommen ist oder haben Sie sich darüber schonmal den Kopf zerbrochen?

00:14:44: vermutlich Ja

00:14:46: Ja, vermutlich.

00:14:47: Aber das ist natürlich schon ein großer Herausforderung.

00:14:50: Also wir sind ja dann nicht außerhalb der Gesellschaft.

00:14:54: eine Kirche verändert sich auch mit der Gesellschaft.

00:14:56: Das heißt in den früheren Jahren und Jahrzehnten waren ich sage mal solche Unterbringungsmöglichkeiten auch völlig normal.

00:15:03: Man war nicht so ein Individuum dass man nicht Teil einer großen Menge war letztendlich und hat sein Leben letztendlicher auch so gelebt zu bestanden.

00:15:16: Gesellschaft verändert sich in dem Sinne, dass es individueller geworden ist vielfältiger und deshalb sind natürlich die Berufswege oder auch die Biografien der Menschen komplizierter geworden.

00:15:31: Viele brauchen noch länger zu überlegen welche Lebensformen, welche Umgebung, welche Personen tun mir gut?

00:15:39: Was will ich eigentlich mit meinem Leben?

00:15:41: das sind ja Fragen Auch der Jugendseesorge, aber das geht heute bis in dieses erwachsenen Alter hinein.

00:15:48: Fragen der Berufungspastoral würden wir jetzt als Kathodiken so sagen.

00:15:53: Aber da tun sich ... Das erlebe ich schon Menschen oft schwer tatsächlich auf diese Vielfalt und viel Fältigkeit einzugehen Und automatisch ist es heute gar nichts mehr sondern man muss diesen Grund.

00:16:08: Wofür will ich eigentlich mein Leben einsetzen, erst wieder finden?

00:16:13: Das ist eine Herausforderung bei den Christinnen und Christen.

00:16:16: Bei den Katholiken die es gibt im Bestand.

00:16:20: Und das ist auch die Herausforderung von Menschen, die auf der Suche sind nach christlichen Orientierungen, Form, Frömmigkeit des Gebetes, der Spiritualität.

00:16:31: Das ist letztendlich dieselbe Frage.

00:16:33: Und es gibt unterschiedliche Antworten darauf, wie jetzt wir heute auch ich sage mal nach der Corona-Zeit und so als Kirche organisiert sind und Menschen auf uns reagieren?

00:16:45: Das ist eine ganz moderne Frage eigentlich!

00:16:49: Ich noch einmal zurück.

00:16:50: Wie können Sie sich Zeiten in den wie noch in den Mitte jener neunziger Jahre in Polen tausend Priester pro Jahr geweiht wurden Können Sie sich das doch vorstellen?

00:17:04: Also vorstellen kann ich es mir nicht.

00:17:05: tatsächlich, weil wir natürlich hier in Berlin immer die Asperer waren.

00:17:08: Natürlich waren unsere Kurse auch schon damals groß vielleicht aber mit eher mit zwanzig als mit zweihundert oder so.

00:17:15: Aber es war natürlich etwas Selbstverständliches im Hinblick auf eine katholische Familie hatte mehrere Kinder vielleicht und dann ging eine Schwester oder ein Bruder eben den geistlichen Weg statt einer Familie letztendlich zu gründen, einen weltlichen Beruf zu ergreifen.

00:17:36: Das ist glaube ich eher das meine ich mit gesellschaftlicher Veränderung heute erstmal nicht so.

00:17:43: die Familien sind teilweise kleiner, nicht überall aber schon und dann eben nicht mehr so vorher bestimmt letztendlich so, dass man die Leistung sage ich jetzt mal erbringen muss diesen Lebenswertungsprozess sozusagen selber zu gestalten.

00:17:59: Das ist glaube ich die große Herausforderung und selbstverständlich ist es nicht mehr dadurch.

00:18:04: deswegen also braucht man Vorbilder letztendlichen dafür diese eine Wege vordenken oder vorleben und man muss diese Person treffen.

00:18:12: das ist auch nochmal ein zweiter Punkt in dem ganzen Gefläch von vielen Möglichkeiten.

00:18:18: Ja, ich glaube da sind wir beide einer Meinung.

00:18:22: Also ich frage mich auch wie das kommt.

00:18:24: also in meiner Familie wie gesagt ich komme aus einem kleinen Wallfahrtsort in Westfalen war mein Vater wäre wenn ich am Sonntag nicht mit in die Kirche gegangen wäre einfach sprachlos gewesen, das wäre völlig unvorstellbar.

00:18:43: Ich war sehr gerne Messdiener ich fand es ganz normal und toll.

00:18:49: Ich hätte auch mir ein Leben ohne zur Kommunion zu gehen oder zur Firmung gar nicht vorstellen können.

00:18:55: also für meine Eltern wäre wenn ich mit der Kirche gebrochen hätte dass sehr schwerer Schlag gewesen, also ohne ohne jeden Zweifel.

00:19:06: Also wir haben da und ich habe mich immer wieder in meinem Leben gefragt wie das so drastisch abreißen konnte?

00:19:14: Also dass es Entwicklungen gibt in der Gesellschaft ist ja ganz normal, dass sich auch Spiritualität verändert ist, normale Religion alles, was mich daran so sprachlos macht das Tempo, also diese Drastik.

00:19:30: Wenn ich heute mit jungen Menschen, ich hab häufig auch mit Schülern oder Jugendlichen zu tun, für die ist... wenn ich denen sage lasst uns noch zusammen den Vater unser beten dann gucken die mich völlig sprachlos an.

00:19:43: oder wenn nicht die Frage warum feiern wir denn Pfingsten?

00:19:48: Oder die fangen an und sagen Das Hasenfest und es dauert immer derweil bis ich begreife die meinen Ostern.

00:19:54: Also Ich verstehe nicht Wie das so drastisch abreißen könnte.

00:19:59: Können Sie mir vielleicht Ihre Meinung dazu sagen?

00:20:04: Ich muss mal tatsächlich noch ein bisschen zurückspringen, gerade wenn sie von Ihrer Kindheit erzählen.

00:20:09: Das war ja bei mir auch ähnlich, obwohl wir hier die Asporas sind.

00:20:15: Die katholischen Gemeinden waren ja... Familienkreise, große Zusammenbindung an unterschiedlichsten Familien.

00:20:24: Und ich habe mich als Kind und als Jugendlicher in dem Sinne nie irgendwie fremdgefühlt.

00:20:29: oder für mich war Gemeinde- und Warkirche eigentlich mein Lebensumfeld, obwohl das gesellschaftliche Umfeld der schulische Umfeld natürlich sozialistisch geprägt Also antikirchlich eigentlich, systematisiert war.

00:20:48: Und dennoch war mein Lebensinhalt und meinen Lebensweg der damals genauso selbstverständlich war sozusagen wie an so einem Wallfahrtsort immer schon ein bisschen zu sagen ich bin hier beheimatet und kann gar nicht anders als so glauben oder Gott als gegenüber wahrnehmen.

00:21:07: deswegen ist es auch normal und geradlinig so einen Weg zu gehen, als Ministrant oder wie auch immer uns überlegen was kann ich eigentlich in der Kirche tun?

00:21:17: Und habe sozusagen damals noch gar nicht so bewusst gesagt na ja dann ist das ein Gegenentwurf letztendlich zur Gesellschaft.

00:21:24: Und die Kirche ist mein gesellschaftlicher Ort.

00:21:28: Das kam erst viel später in den neunziger Jahren wo natürlich auch gesellschaftliche Systeme sich verändert haben und auch die Diaspora in Berlin in Brandenburg-Vorpommern ist natürlich eine andere Gesellschaft geworden, vermeintlich erst einmal auch christliches Umfeld.

00:21:43: offene Diskussionen Bundesrepublik Deutschland so wie wir sie haben.

00:21:48: Heute glaube ich es ist eher die Frage von vielen jungen Leuten.

00:21:54: dadurch dass es so beliebig vielleicht oder so offen so unterschiedlich so multibel geworden ist suchen viele wieder nochmal intensiven Punkt letztendlich in ihrem Leben, das war zwischendurch nicht so.

00:22:10: Ich glaube die Neunziger und Nullerjahre waren eher davon geprägt zu sagen also es ist eine gewisse Freiheit da wir können auch ganz andere Dinge nehmen.

00:22:18: selbstverständlichkeiten haben sich aufgelöst sowohl die Selbstverständlichkeiten an so einem Wallfahrtsort aber auch in einer kleinen Gemeinde in Brandenburg sage ich jetzt mal diese Bindemöglichkeiten weil man erst einmal gesagt hat na gut gibt es die vielen Möglichkeiten und wir schauen uns sie an.

00:22:36: Ich glaube, das ist für viele auch katholisch denkende Menschen erst einmal so eine Sache gewesen.

00:22:43: heute würde man sagen na gut Es ist eben nicht mehr selbstverständlich dass jemand einen geistlichen Weg geht weder ne Frau noch ein Mann denn Wir wollen ja eigentlich in der nächste Generation starten Und nachkommen haben Kinder und Enkel und so.

00:22:57: Das ist glaub ich ein gesellschaftliches Bild was anders vermittelt ist und ein Sitz im Leben heute kräftiger hat als damals.

00:23:05: Das ist für mich eigentlich ein wichtiger Punkt, warum dieser Schwund so massiv ist also Auflösung der Selbstverständlichkeiten Und der geistliche Weg als solcher kein keine Möglichkeit mehr darstellt.

00:23:18: um es plackertief mal zu sagen

00:23:20: Ja vielen Dank!

00:23:21: Also ich komme da gehe ich den Weg mit.

00:23:23: Ich habe jetzt doch mal eine schwierige Frage für Sie.

00:23:28: Was mich an der, einem Job des Regens immer fasziniert hat war.

00:23:32: Sie haben ja mit einer sehr geistlichen Frage zu tun vielleicht den Geistlichsten überhaupt nämlich Hat dieser junge Mann eine Berufung erfahren oder nicht?

00:23:46: Hat er also wirklich, hat Gott ihn gerufen?

00:23:51: Das ist ja so eine Sache, die kann man nicht im Internet checken.

00:23:54: Da kann man mit zum Arzt gehen und sagen... Sondern das ist eine geistliche Sache!

00:24:00: Hat also Gott wirklich versucht diesen Menschen zu erreichen?

00:24:04: Und ihn in dieses Amt gerufen?

00:24:06: oder redet er sich das ein?

00:24:08: Oder – jetzt kommt die schwierigste Frage für den Regens – Ist er nicht

00:24:12: geeignet?!

00:24:14: Wie gehen Sie damit um?

00:24:18: Also es ist tatsächlich eine schwierige Frage, weil natürlich da ich sage mal so Spiritualität und Strukturen verquickt werden vermeintlich.

00:24:27: Die Berufungsfrage die beschäftigt mich eben tatsächlich jenseits des Regens sein aus der Jugendperspektive oder aus der Berufungspastoral.

00:24:35: schon viele kommen ja mit der schnellen Aussage naja ich spüre da was ich bin da irgendwie berufen oder ich will dem nachspüren.

00:24:44: das sind dann schon die die sensibler tatsächlich auf so ein Gefühl reagieren und sagen ich will das mal ausprobieren.

00:24:50: Und tatsächlich ist es für mich eine der wichtigsten Kriterien, kommt eine Person und spürt etwas und versucht das zu kommunizieren oder sich auszutauschen auch mit geistlicher Begleitung oder Supervisionen oder eben mit Ausbildungsverantwortlich in dem Regens dafür sprachfähig zu werden was ist da eigentlich?

00:25:11: Was mich ruft Was ist dieses Gefühl?

00:25:14: Ist das schon Gott, ist das ein Gegenüber oder ist es eine Begeisterung aus einer Veranstaltung, aus einem Moment.

00:25:21: Oder was ist es eigentlich?

00:25:22: also?

00:25:22: dieser erste Schritt in diesen Berufungsweg der noch qualitativ klar wird und deutlich wird ist so ein Moment eben dieses Austausches.

00:25:33: woher kommt das Gefühl?

00:25:36: Wie sprachfähig willst du damit umgehen?

00:25:39: Wie bist du eigentlich aufgestellt, dich auch entwickeln zu wollen mit diesem Ruf.

00:25:44: Wenn wir merken da kommen Personen die eher schon abgeschlossen sind gar nicht sich einlassen wollen offen Ort oder ein Studium oder eine Berufsrolle oder so dann würden wir mal schon sagen das ist vielleicht ein Ruf da oder ein Gefühl aber der ist schon Defizitär, da fehlt irgendetwas.

00:26:04: Weil nach unserem Verständnis ist ja der Ruf Gottes immer auch in die Möglichkeit hinein – in den nächsten Schritt!

00:26:10: In die Persönlichkeitsentwicklung von Menschen, die ja nicht stehen bleiben sondern weitergehen mit Christus letztendlich ja in eine Verantwortung und eine Aufgabe gehen sollen und das bedeutet immer Veränderung.

00:26:24: also wir haben uns auch unter unseren Ausbildungsordnungsqualitäten, Kriterien immer stehen.

00:26:32: brannte uns nicht das Herz als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschlossen?

00:26:36: da ist alles drin.

00:26:37: Brannte uns sich das Herz also Gefühl aber lassen wir uns auf den Weg mit ihm ein.

00:26:42: Erkennen wir ihn miteinander?

00:26:44: Das ist ja auch kein Einzelweg gewesen sondern da sind zwei Jünger unterwegs und wollen wir uns auch intellektuell weiterentwickeln.

00:26:52: Schrifterkenntnis und so weiter.

00:26:54: Realitätserkenntnis, ganz modern bis in die Rehonspädagogik hinein in den Schuldienst und das sind oft Fragen wo manche dann scheitern und wo ich Gott sei Dank dass es auch anders als vor fünfzehn Jahren noch nicht mehr allein als Regen sagen muss Du kannst das nicht oder du wirst da durchfallen, sondern wir haben ja mittlerweile ein Ausbildungsteam.

00:27:14: Wir haben unterschiedliche Personen die auf diese Menschen gucken und in sowohl im Bewerbungsverfahren als auch nachher in den Prüfungskommissionen natürlich das versuchen zu gewichten und dann auch einen Votum zu stellen mit dem der Bischof weitermachen kann.

00:27:31: Das ist glaube ich eine gute Entwicklung, dieses kommunikative Geschehen Gottes sage ich jetzt mal mit den Menschen auch abzubilden in, ich sag mal Ausbildungswegen dann tatsächlich die begannen werden müssen.

00:27:44: Ich hab nochmal eine schwierige Frage für Sie und ich danke Ihnen für Ihre Geduld mit mir.

00:27:51: also erstmal sie sprachen über den Emmausweg.

00:27:53: vorhin richtig, also den Weg brannte uns sich das Herz.

00:28:01: Ich weiß aus langen Abenden in Priesterseminaren, wo wir zu viel guten Wein getrunken haben mit älteren und jüngeren Priestern.

00:28:13: Das viele von denen ... Viele ist vielleicht übertrieben, aber manche von denen mir gesagt haben es hat Jahre gegeben in der katholischen Kirche in Deutschland, wo der Druck auf die Regenten also Menschen wie Ausbindungslater wie sie so hoch war dass man Menschen, die eigentlich nicht geeignet waren doch zum Priesterdienst durchgewunken hat.

00:28:35: Ich nehme an, das haben Sie auch schon mal gehört.

00:28:37: Und sie wissen wahrscheinlich, dass es eine relativ simple Erklärung hat in einer Kirche die also vor einer wirklich ganz schlimmen Entwicklung steht keine Priester mehr haben zu können.

00:28:47: riesige Gemeinden.

00:28:48: Das wissen Sie alles besser als ich zusammenlegen müssen.

00:28:51: Die jungen Priester, die Sie ausbilden oder in Deutschland ausgebildet werden, werden ja gigantische Gemeinden losgelassen.

00:28:56: All das hat auf Dirigenten natürlich den Druck ausgeübt.

00:28:59: Nehmt doch die Leute eher statt Sie abzuweisen!

00:29:04: Gehen Sie mit dieser Geschichte um?

00:29:06: Haben sie davon gehört, haben sie sich mit Kollegen ausgetauscht.

00:29:10: Haben sie in anderen Bistümern mit Kollegen darüber gesprochen?

00:29:13: Sie brauchen jetzt ja keine Namen nennen!

00:29:14: Also ich würde einfach nur mal so eine Einschätzung gerne hören.

00:29:18: Ja also natürlich gibt es den Druck obwohl ich den so persönlich gar nicht gespürt habe.

00:29:24: und unter den Kollegen ist eben tatsächlich die Herausforderung schon immer zu fragen bis wohin kann Qualifikation gedacht werden.

00:29:34: Und was ist dann doch drum herum noch geistlicher Weg, den jemand geben könnte?

00:29:39: Da ist natürlich jedes Bistum auch anders aufgestellt.

00:29:43: welche Zugangsqualifikationen akzeptieren wir und welche nicht.

00:29:48: Auch die Häuser haben natürlich unterschiedliche Kulturen.

00:29:52: Wie viele, wie wen nehmen wir auf?

00:29:55: Wo gibt es ich sage mal Schnittpunkte wo man dann Leute auch damit konfrontiert zu sagen da vielleicht ist das dann doch gar nicht so der Weg für dich.

00:30:03: oder wie sie sagen Man begleitet schleppt die Menschen irgendwie bis hin dann doch zur Weihe.

00:30:11: Wobei ich das hoffe also denke und hoffe immer dass das Ausnahmen sind Weil wir schon ja versuchen, und da würde ich jetzt für jeden Regens auch in Deutschland sprechen oder auch weltweit letztendlich zu gucken.

00:30:25: Wie sehen wie die Person, die dort unterwegs ist eben in dieser spirituellen geistlichen Haltung des Berufenseins?

00:30:34: Aber auch in der Befähigung.

00:30:36: also können wir ihn einsetzen in unserem Bistum in bestimmten Aufgaben Und das ist ein Spagat, weil es natürlich immer um Menschen geht mit all den Schwierigkeiten.

00:30:50: Aber ich auch sage natürlich haben wir Prüfungsschämata die manche Dinge auch ausschließen und die Rationes haben das ja jetzt noch mal grundgelegt in der Gesamtkirche letztendlich aber auch in den Diözösen.

00:31:05: also welche Spezifika sozusagen sind wichtig für jemanden der Priester werden will.

00:31:10: Und ich sehe auf der anderen Seite aber immer auch konkrete Persönlichkeiten, wo ich sage naja gut das eine kann er so nicht.

00:31:18: Aber er kann Sehsorger sein und da ist bei uns immer wichtig uns geworden.

00:31:23: Wir versuchen möglichst Menschen auch bis zur Weihe dann zu begleiten Wo wir merken ja dieser Mensch Kann sich reflektieren und möchte sich entwickeln und es nicht nur ein Individuum was auf sich schaut Sondern kann den Anderen im Blick nehmen.

00:31:40: Es gibt auch Personen, die das nicht können.

00:31:42: Und da wird es dann tatsächlich kritisch und da kann man nur den Bischof dann auch die wichtigen und richtigen Dinge vorlegen in der Hoffnung dass das dann gut geht.

00:31:52: aber Das ist für mich so ein wirklicher Punkt an dem sich die Geister dann scheiden.

00:31:59: Ich habe in einer Kirche neulich zu meiner großen Überraschung einen Plakat gesehen.

00:32:02: Da war ein Priester Seminar Für Priester ohne Abitur.

00:32:10: Ist das auch in Berlin möglich?

00:32:13: Das ist grundsätzlich möglich, weil wir natürlich mittlerweile unterschiedliche Zugangswege haben.

00:32:20: In Deutschland gibt es das Land das Hofen also gerade was jetzt im Nordwesten angeht Wir versuchen da immer zu gucken hat jemand vielleicht ein Berufsausbildung oder eine andere Studienqualifikation Auch mit der Probedeutikum in Bamberg und so.

00:32:35: Also wir versuchen schon unterschiedliche und individuelle Ausbildungswege zu kreieren.

00:32:43: Bei aller Ordnung, die es ja gibt aber schauen uns die Personen an, die da kommen... ...und gehen dann mit ihnen solche Sachen durch!

00:32:51: Und für manche ist das ein kürzerer Weg, für manchen ein längerer Weg.. ..und auch da merken wir kann sich so eine Person darauf einlassen oder nicht?

00:32:58: Also das ist dann wirklich ganz ganz unterschiedlich.

00:33:01: Auch da hat sich Ausbildunglandschaft völlig verändert.

00:33:04: Das ist tatsächlich ne Sache, die wir heute nochmal anders im Blick nehmen, dadurch dass es eben keine Gruppen gibt.

00:33:12: Nicht zehn oder zwanzig die mit einem Kurs beginnen können wir natürlich viel individueller auf Menschen zugehen und mit ihnen solche Ausbildungswege beschreiten als früher vielleicht.

00:33:25: das ist die große Chance warum wir vielleicht dann ein paar Leute mehr haben?

00:33:29: weil wir sagen Wir versuchen's einfach mit denen immer trotzdem zu sagen also wir lassen uns erst mal drauf einen wenn du dich drauf allen lässt als jemand, der da im Studium unter einer Ausbildung unterwegs sein will.

00:33:43: Das ist glaube ich die heutige Chance damit umzugehen.

00:33:47: Wie viele Priester-Seminaristen haben Sie zurzeit?

00:33:51: Also junge Männer, die Priester werden möchten...

00:33:53: Also ich sage mal so von dem sogenannten probedeutischen Jahr bis hin eben zum Weierkurs sind es zwei in zwanzig wobei wir in Berlin natürlich auch wie in Bonnen-Köln.

00:34:07: Die Herausforderungen haben zwei Seminare und zwei Ausbildungswege zu haben, wir haben einmal das Seminar Redemptoros Marta des Neokartichuminalen Weges und dann das Pastoralseminar St.

00:34:18: Petrus was für das Bistum steht und die anderen Seminaristen begleitet und in Berlin gibt es keine Fakultät der Theologie.

00:34:28: deshalb gehen unsere Seminarsten auch In anderen Diözösen, wir haben in der Region Ost das Prise-Seminar in Erfurt.

00:34:37: Was ein regional Seminar ist.

00:34:38: dort hat sich wieder auch gut etabliert einen Ausbildungsstandort für Seminaristen und andere Theologisch Studierende.

00:34:47: Das sind so unterschiedliche Wege die aber tatsächlich vielen Menschen auch entsprechen.

00:34:55: Wenn Sie manchmal bei einem kühlen Bier im heißen Berlin sitzen und Ihre Gedanken spielen lassen, ist Ihnen dann schon mal die Vorstellung gekommen was wäre wenn ich befähigte Frauen hätte, die ich ausbilden könnte um den doch stark starken Rückgang von Priestern in Deutschland irgendwie abzufedern.

00:35:16: Haben sie schon einmal darüber nachgedacht?

00:35:19: Mehrmals, und zwar nicht nur beim Kühlenbier tatsächlich.

00:35:23: Weil wir natürlich hier in Berlin schon seit etlichen Jahren eigentlich einen gemeinsamen Ausbildungsweg haben.

00:35:29: Wir haben ja die klassischen Berufsgruppen der Gemeindereferentinnenreferenten und Pastoralreferenzinnen und Referenten.

00:35:35: Und diese sind für uns jenseits eine Studium, die ja unterschiedlich auch dann verortet ist im Theologiestudium im röhrungspädagogischen Kursen In der berufspraktischen Zeit, also was man früher auch Pastorakos nannte.

00:35:49: Dann eine gemeinsame Lerngruppe und da habe ich viele Frauen gerade wenn sie jetzt Frauen sagen kennen gelernt die eben genau diesen geistlichen Weg in Berufung natürlich auch gehen unqualifiziert sind Seesorgerin zu sein Heute natürlich mit einem Abschlusskollog für um dann eben Pastoral referenten werden.

00:36:11: Und auch nicht jeder Von diesen Frauen ist vielleicht dann geeignet, Priester ran zu werden.

00:36:16: Aber die ein oder andere könnte ich mir in dieser Rolle und Aufgabe tatsächlich vorstellen auch wenn das von den Kriterien so nicht geht und

00:36:26: funktioniert.".

00:36:27: Also meine Schwester ist auch ihr Leben lang Pastoralreferentin gewesen, ist jetzt gerade in Rente gegangen, hört uns auch geradezu.

00:36:34: Hallo Kika!

00:36:36: Ich weiß von ihr und vielen ihrer Kolleginnen... dass das, was sich jetzt abgezeichnet hat in Rom.

00:36:44: Sie wissen ja die Entscheidung von Papst Leo XIV, dass es ein Predigtverbot gibt für sogenannte Leyen während der Gottesdienste.

00:36:51: Mir ist der Unterschied klar, dass Leyen in anderen Möglichkeiten reden können in der Kirche – das alles weiß ich!

00:36:57: Es ist innerhalb des Gottesdienstes nicht möglich.

00:36:59: Tut Ihnen das nicht manchmal so ein bisschen weh?

00:37:02: Weil sie bilden ja offenbar auch gute Frauen in einem theologischen Sinne aus.

00:37:08: Tut Ihnen das ein bisschen weh, dass die nie so sieht es jetzt aussieht auch in einer Kirche auslegen können was Jesus Christus wollte und vielleicht hätten sie auch mal einen weiblichen Blick auf Frauenfiguren in der Geschichte der Kirche

00:37:24: Genau, also das ist tatsächlich Realität.

00:37:27: Dass wir in der Ausbildung natürlich homilitische Kurse auch für die Frauen und für die anderen Männer sozusagen.

00:37:33: Die dritte Gruppe...

00:37:36: Können Sie kurz erklären was ein homilitischer Kurs ist?

00:37:39: Also ein homilitischer Kurse ist praktisch ein Predigtleer-Seminar wenn man so will.

00:37:45: Also zu gucken wie kann ich das Theologische oder Rehungspädagogische Wissen übertragen auf eine Predigt auf ne Katichese auf ein gesprochenes Wort im Gottesdienst in den unterschiedlichen Formen.

00:37:57: Und da ist natürlich die jetzige Verschärfung wieder eine Grenze zwischen der Eucharistie-Feier und, ich sag mal, den anderen gottesdienstlichen Forms wo ja Männer und Frauen bisher auch immer gepredigt haben.

00:38:14: also wenn man ins Mittelalter guckt oder in die Neuzeit in unsere Diaspora Situation bis immer schon gab es diese Form.

00:38:22: Dafür werden natürlich die Männer und Frauen ausgebildet, aber wir haben eben ja jetzt wieder neu verschärft diese Grenze zur Eucharistiefeier.

00:38:33: Und das spiegelt natürlich kirchliche Normen wieder auf der einen Seite, auf der anderen Seite bringt es letztendlich auch das was gelebt wird also wenn man mit Kindern oder Jugendlichen eine Katichese in einem euch Aristifei auch unternimmt.

00:38:51: Andere Auslegungsform natürlich eher an den Rand und stellt sozusagen die Predigt als einzelnes Element hervor heraus, da müsste man nochmal gut gucken.

00:39:03: was heißt das jetzt liturgisch?

00:39:05: Was heißt das auch kathletisch?

00:39:07: ist das eine natürlich mehr wert als das andere?

00:39:11: wo sind dort wirklich gute auch dramaturgische Sachen der Liturgie bis in die Prüfung hinein.

00:39:17: Ich komme jetzt gerade vor einer Leturgietrüfung, das war natürlich erst ein Wort Gottesdienst in einer Schule.

00:39:23: Da hat der Nicht-Priester wie selbstverständlich auch

00:39:26: gepredigt."

00:39:28: Und Sie haben doch ganz sicher in Ihrem Leben schon mal in einer katholischen Kirche gesessen und eine schlechte Predigt von einem Priester gehört?

00:39:36: Haben sie da gedacht, er müsste mal in einen meiner Kurse und vielleicht sollten wir den einmal mit einer befähigen Frau

00:39:42: austauschen?".

00:39:43: Der erste Impuls ist immer so da, genau.

00:39:46: Oder oft!

00:39:47: Aber die Frage ist ja... Da kommt gar nicht so sehr drauf auf Frau oder Mann in dem Falle.

00:39:53: Aber ich glaube dieses Einlassen auf Reflektieren der eigenen Berufsrolle oder der Aufgabe jetzt da eine Predigt zu halten, ist glaube ich noch mal eine ganz wichtige und wieder noch ganz andere schwierige Frage innerhalb der Formationen.

00:40:10: Die Weitergeht Fortbildung oder so.

00:40:13: Also das ist ein bleibender Moment, wie können wir auch den Klerus die Priester befähigen mit dem Zeichen der Zeit in der Realität und Gegenwart zu predigen?

00:40:22: Das fällt natürlich manchen Männern und Frauen dann leichter weil sie natürlich in einer anderen Wirklichkeit leben im Alltag von Familie, von Beruf, von anderen Herausforderungen.

00:40:33: Das ist ja bei den Diakonen auch schon zu spüren, die verheiratet sind und anders predigen und bei den Anderen erst recht.

00:40:40: Also diese Spannung haben wir auch, die werden man nicht auflösen können mit Vorschriften.

00:40:44: Sondern da muss man gut gucken wie kann... Die können diese Stimmen ich sage mal, die auch zur Kirche gehören irgendwo und irgendwie miteinander zum Klingen kommen das Evangelium dazwischen sozusagen verkündet wird in der Realität und Gegenwart.

00:40:59: Ich habe in meiner Schulklasse waren drei Mitschüler, die alle Priester werden wollten.

00:41:07: Die waren auch zum Teil in einem Konvikt und ich kam mich als Jugendlicher – da war ich ja kein Kind mehr!

00:41:14: Junge Erwachsener eher daran erinnern, dass die Eltern auch mit mir sprechen wollten und gesagt haben kannst du den Jürgen, kannst du dir Frank nicht einfach davon mal abbringen.

00:41:26: Also wir wollen auf gar keinen Fall weil wir wollen Enkel der soll also glücklich heiraten.

00:41:32: Die haben manchmal von Gesprächen schon mit einem Regens Berichtet haben gesagt, da sind wir also dahin gefahren.

00:41:41: Wir haben mit den sprechen wollen weil unser Sohn hat sich davor gestellt.

00:41:45: Wir wussten das gar nicht.

00:41:46: Also der hat so eine Art... Ich weiß gar nicht ob das heute noch möglich ist aber die haben so eine art Schnupperkurs gemacht.

00:41:54: Die waren dann manchmal in einem Kloster oder einer religiösen Gemeinschaft einfach nur Maffen schon während der Abiturzeit für eine Woche oder so.

00:42:02: Und die Eltern waren dann also vollkommen entsetzt und haben gesagt, also hilf uns bitte!

00:42:08: Haben Sie das auch schon mal erfahren?

00:42:10: Oder ist es für Sie ein Punkt dass eine Mutter oder einen Vater vor Ihnen steht und sagt oh Gott mein Sohn will Priester werden.

00:42:17: tun sie was?

00:42:19: Also so dramatisch tatsächlich nicht.

00:42:21: aber Ich kenne auch Eltern von Seminaristen, die sich wirklich schwer getan haben über die Zeit des Studiums zu erkennen.

00:42:31: Dass der Sohn manchmal sogar der einzige Sohn dann in dem Moment Priester werden will.

00:42:38: Ich nehme das Phänomen auch bei Menschen war, die jetzt sich taufen lassen und die Familien eigentlich ateistisch sind und gar nicht wissen was Kirche ist.

00:42:48: Und da haben wir dasselbe Phänomene zu gucken.

00:42:51: Mein Sohn, meine Tochter driftet eigentlich irgendwo ab.

00:42:53: Wo ich gar nicht weiß welche Gesellschaft das ist und dass es derselbe Phänomen also dieses Berufen in eine geistliche Gemeinschaft hinein.

00:43:02: und ich gehe meinen Weg.

00:43:03: Das ist was ich vorhin schon gesagt habe so ein bisschen das positive von unseren heutigen individuellen Wegen.

00:43:12: zum Glauben kommen, so eine Hoffnungsperspektive entwickeln für ihr Leben und dann noch sagen okay da will ich auch Verantwortung übernehmen.

00:43:20: Und das eben tatsächlich als so geistliche Person ob das jetzt ein Ortsschwester ist oder als Priester oder was auch immer oder überhaupt in den kirchlichen Dienst der ja auch... eher umstritten ist sozusagen, selbst als Leier zu gucken.

00:43:34: Also ja ich will das!

00:43:35: Ich will für Kinder und Jugendliche, für Menschen da sein im Gefängnis in dem Krankenhaus oder in der Ferei.

00:43:41: Und dass eigentlich auch als Frau ein Mann, der nicht oder die nicht geweiht ist.

00:43:45: Auch das gibt es ja.

00:43:46: Da bin ich glücklich.

00:43:48: Wo ich immer sage, da bin ich wirklich glücklich, dass es diese Menschen gibt und dass wir diese Biografien begleiten können tatsächlich.

00:43:56: Das ist die Herausforderung vor denen wir stehen.

00:43:58: aber das ist auch das Schöne und der Ausblick letztendlich, dass es das gibt.

00:44:03: Also ich muss mit meinem kleinen Verständnis aus dem katholischen Dir zu Panabord diesen Satz jetzt nochmal wiederholen Sie sagten Es gibt in Berlin Menschen die wenn ihre Kinder sich taufen lassen wollen wie das Gefühl hat der driftet ab weil er katholisch sich taufen lassen will.

00:44:22: habe ich das richtig verstanden?

00:44:23: Ja genau Naja, weil die ja selber aus deren Lebenswelt sozusagen verschwindeten Stückchen und Eltern in dem Moment gar nicht wissen was ist das für eine Gruppierung oder natürlich wenn sie sich beschäftigen damit können Sie so ein bisschen nachempfinden oder so.

00:44:42: aber diese Ängstlichkeit gibt es schon zu sagen ich kann dann meinen Sohn oder meine Tochter gar nicht mehr begleiten weil ich gar nicht weiß wo die fühlen.

00:44:52: Oder was is das für ne Gemeinschaft?

00:44:54: Gibt doch positive Beispiele, dass man das Eltern sich dann taufen lassen.

00:44:57: Klar aber das ist ein neuer Prozess.

00:45:01: Ich habe noch eine ganz andere Frage.

00:45:03: die geht weit zurück in meine Kindheit.

00:45:05: Meine Mutter war also unglaublich scharf darauf, zu Primizfeiern zu fahren.

00:45:11: Und zwang mich damals... Ich habe in Hamburg studiert.

00:45:15: ein bekannter von... Also ein entfernter Bekanter von uns hatte eine Primiz-Feier und sie rief mich an und sagte der Segen der Primiz das ist also das Wichtigste in deinem Leben du musst unbedingt kommen.

00:45:28: dann hab ich meiner Mutter gesagt Mama da sind ... ich hatte kein Auto.

00:45:31: das sind dreihundertfünfzig Kilometer.

00:45:34: ich verpasse drei Seminare in der Uni wegen dieses Primitsegens und sie sagt, du musst unbedingt.

00:45:43: das ist ein Primitsägen.

00:45:45: Habe ich dann auch gemacht?

00:45:46: Also ich bin mit dem Zug dahingefahren und Sie hatten mir also dann noch bevor wir in die Kirche gegangen sind an seinen langen Vortrag darüber gehalten wie wichtig in meinem Leben oder im Leben eines jeden Katholiken oder einer Katholik in dieser Prämitsäge ist.

00:45:59: gibt es das eigentlich heute noch oder ist das ein Relikt aus langs vergangene Zeiten?

00:46:05: Also das gibt es noch.

00:46:06: Auch dieser Ausspruch wird sozusagen ja tradiert, man soll sich die Fußsohlen oder Schulsohle ablaufen für einen Prämitzsegen.

00:46:15: Die Tradition ist natürlich nicht ganz mehr so stark verankert aber das ist glaube ich auch ein Phänomen dass genau solche besonderen Formen gerade in unserer katholischen Kirche auch nachgefragt werden.

00:46:28: und wir haben diese Tradition bis hin dass die Neupriester bei der Weihe erst mal den unseren Beschöfen, den Prämiezsegen sozusagen, den Weihersegenspenden und dann den Versammelten.

00:46:41: Und ich weiß aus den Feiern der Prämizen in den Heimatvereinen oder Praktikumsvereine und so, dass viele Menschen nach vorne

00:46:50: gehen.".

00:46:51: Und diese besondere Nähe in dem Moment und auch diesen Segen schon suchen.

00:46:57: Was übrigens ja auch ein Phänomen beim Aschekreuz ist.

00:46:59: so ähnlich, also dieser Gang nochmal in besonderen Zeiten und besonderen Momente sich einen Segen oder einen Wort oder Zeichen zusprechen zu lassen, ist glaube ich ein wichtiger Moment für viele Menschen heute.

00:47:16: Deswegen ist der Primitz Segen ganz aktuell eigentlich – genau!

00:47:19: Und ganz modern vielleicht sogar?

00:47:21: Sie haben ja einen sehr interessanten Menschen begleitet, bis zur Priesterweihe.

00:47:28: der als Muslime in einer muslimischen Familie zur Welt gekommen ist und dann ins ihr Priesterseminar gekommen ist.

00:47:36: Sie haben ihn auch begleitet bis zur Priesterweihe, das war ja ganz Deutschland ein interessanter Fall.

00:47:43: Vielleicht sagen sie nochmal zwei drei ... Sie brauchen jetzt nichts Persönliches verraten.

00:47:46: selbstverständlich vielleicht versagen sie zwei drei prinzipielle Dinge noch mal über einen so besonderen Fall?

00:47:54: Also wir haben uns da schon drüber unterhalten, die Frage Bei solchen Biografien, wie authentisch ist so eine Berufung?

00:48:03: Woher kommt die eigentlich?

00:48:05: aus einem anderen religiösen oder gesellschaftlichen Umfeld.

00:48:08: Wie sprachfähig wird jemand?

00:48:11: Bei ihm war es tatsächlich so dass über viele Jahre er auch aus einer Kraft gelebt hat, die er immer mit Berufung verbunden hat und wir damals gemerkt haben, das ist eine authentische Persönlichkeit, die aus dieser Kraft lebt und auch die Hürden angeht Die auf ihn warten, also Schulabschluss.

00:48:30: Dann Landtashofen auch als Seminar wo man anders nochmal Theologie studieren kann als an einer Fakultät die besonderen Bedürfnisse sozusagen dann einen Einsatzfeld zu haben.

00:48:43: Auch manche Dinge von der vom See sehen oder so körperlichen nicht einordnen zu können all diese Hürden hat so eine Person ergenommen und ist eigentlich eine starke Persönlichkeit in dem Blick auf Entwicklung geworden.

00:49:00: Dass er noch nicht fertig ist, das auch eine andere Frage.

00:49:03: aber wir spüren schon dieses Entwicklungsmoment dass da jemand sich auf den Weg macht und immer wieder macht und dann ist so etwas möglich.

00:49:13: für die Familie glaube war es kein einfacher Prozess Und die Eltern waren jetzt bei der Weihhe auch mit dabei.

00:49:22: Bisher hatte ich immer nur die Geschwister kennengelernt.

00:49:25: Also da ist auch so ein Beispiel, wo Menschen erst einmal Kirche kennenlernen müssen weil es für sie eine fremde Welt ist dass da so einen Sohn dann diesen Weg geht.

00:49:38: Ich schätze mal das Sie an einem Tag Während der Amtszeit von Papst Franziskus genauso in den Mund runterklappte wie mir, da sagte Papst Fransiskus plötzlich in einer Ansprache.

00:49:52: In diesen katholischen Priesterseminaren herrscht ja eine schreckliche Schwuchtelai!

00:49:58: Er hat sich dann später dafür entschuldigt – das wissen Sie sicherlich auch – aber wir standen alle im Vatika und dachten was?

00:50:04: Hat der da gerade gesagt, also wir haben dann unsere Aufzeichen nochmal gecheckt.

00:50:08: Wir haben also die Aufnahme, wir haben das alles mitgezeichnet und gesagt, dass hat er doch nicht etwa wirklich gesagt?

00:50:14: Dann stellte sie raus, es hatte er tatsächlich gesagt.

00:50:16: Wie gesagt am Tag danach kam ja wie Sie wissen, wie.

00:50:18: Entschuldigung ich habe das nicht so gemeint aber haben Sie an dem tag nicht auch gedacht was sagt der Papster?

00:50:24: bitte schön

00:50:25: Beziehungsweise was hat da gerade erlebt, dass er so sagt?

00:50:28: oder woher hatte sozusagen gerade diesen Impuls dann so zu sprechen.

00:50:35: Aber

00:50:35: erinnern Sie sich daran?

00:50:37: Ich so nicht direkt im Nachgang.

00:50:39: natürlich wurde darüber erzählt.

00:50:42: an den Tag selber könnte ich mich jetzt gar nicht dran erinnernd tatsächlich genau

00:50:45: Was haben sie denn da gedacht?

00:50:47: Na gedacht habe ich erst einmal und da fällt mir dieses Bild ein, also jenseits erstmal von geschlechtlicher sexueller Orientierung.

00:50:54: Wir haben natürlich so einen Phänomen in unseren Seminaren.

00:50:58: Je größer noch so eine Gruppe oder traditioneller ist das es ganz andere Themen gibt als wenn man mit einer anderen Gruppe unterwegs ist.

00:51:07: Nämlich das geht schon bei Kleidung los, weil logischen Befragwürdigkeiten oder Qualitäten letztendlich dass wir also sehr stark so eine Binnenorientierung haben auf wirklich spezialisiertes Thematiken, was liturgischer Ablauf oder eben Kleidung von Priestern angeht.

00:51:31: Das müssen auch ganz klassisch konservative oder formkonservative Kleidungsstücke sein Und das ist schon ein sehr spezielles Feld und das würde ich auch mit diesem Terminus, also dass da rumgeschwuchtelt wird obwohl es heute als Begriff ja schwierig natürlich ist.

00:51:52: Weil es schon eine merkwürdige Perspektive ist wenn Männer sich so unterhalten und nur jetzt auf solche Kleidungsstücke achten gehen die Person oder wirklich liturgische Abläufe zum Beispiel, wo ich Qualität mit Traditionen verwechselt wird letztendlich.

00:52:11: Das ist für mich damals durch den Kopf gegangen.

00:52:16: inwieweit jetzt da so Verquickungen oder Netzwerke entstehen, wo man unter sich bleibt und sich abschließt kann ich ehrlich gesagt immer gar nicht sagen weil ich erlebe unsere wenigen ist schon als authentische Männer, die auch Freundschaften natürlich eingehen.

00:52:33: Auch in den Seminaren.

00:52:35: aber ich erlebe das nicht so als exklusiv oder abgeschlossen oder so.

00:52:40: Die sind genauso auch in Verbindung mit den Frauen, die am Seminar wohnen weil sie dort mitstudieren oder oder also aus meinem Erleben könnte ich es gar nicht so unterstreichen schon in dieser, da wo es merkwürdig abgeschlossen und skurril wird.

00:52:56: Da denke ich immer meine Güte gibt es nicht andere Themen die ihr auch als Studierende haben könnt.

00:53:01: Sie haben ein ganz besonderes Priesterseminar in Berlin Redempto Rismata.

00:53:06: das geht zurück auf eine Gründung des Kardinals Steczinski.

00:53:10: Das ist angeschlossen an eine besondere Gruppe, die es innerhalb der katholischen Kirche gibt.

00:53:17: Das sogenannte Neocategrumennat gegründet in Spanien.

00:53:21: Kiko Agüello war der charismatische Gründer dieser Bewegung.

00:53:25: Die hat auch wie sie Sicher besser wissen als ich.

00:53:28: Kritik erfahren, es gibt von vielen Bischöfen das Problem, dass man gesagt hat die Neigungen dazu sich in Kirchengemeinden abzuschließen.

00:53:38: Die halten sich für eine Art Elite.

00:53:40: Es gibt andere Stimmen, das wissen sie auch, die sind ein großes Geschenk für die Kirche weil diese neokategorionalen Weg vorschlagen.

00:53:49: Es gibt Kritiker, die sagen wie soll dieser neocategorialer Weg ist ja eigentlich nur von Kiko Agüayo letztendlich bis zum Schluss gegangen?

00:53:59: Wir haben in unserer Sendung Wattig an Geflüster schon einige Male über das Leakote Luminat gesprochen, wir werden das noch mal ausführlicher tun.

00:54:05: Ich kann jetzt nicht hier die ganze Geschichte dieser Gruppierung erzählen aber wie haben Sie?

00:54:13: Sie waren nicht in diesem Präsesseminar, richtig oder waren sie auch im Redemptorismater?

00:54:18: Nein ich gehöre nicht zum Neokathichuminalen Weg.

00:54:20: Ich bin Dürze Sanpriester hier aus der Dütsöse auch geboren.

00:54:26: Ganz noch mal eben katholisch, wie wir das ja auch schon uns unterhalten haben mit der Kindheit und Jugend.

00:54:32: Die Seminaristen des neokartigiuminalen Weges gehören zwar zum neokartechiuminalem Weg sind aber sowohl als Seminaristinnen als auch nachher als Priester inkardinierte also in das Bistum Berlin in die Kirche von Berlin aufgenommene Priester.

00:54:50: Der neokartigiumenale Weg ist kein Orden oder so, wo man dann für einen Orden geweiht wird und antritt, sondern sie bleiben Berliner, wenn man so will.

00:55:00: Auch wenn Sie aus ganz unterschiedlichen Ländern natürlich nach Berlin kommen.

00:55:04: der neokarte humanal Weg versteht sich als Missionsgruppierung.

00:55:09: auch die Ausbildung ist so dezidiert noch einmal missionarisch evangelisierend weltkirchlich aufgestellt auch mit all den Herausforderungen, aus welchem Land kommt eigentlich wer und wie beheimate ich mich natürlich dann in Bonn oder Berlin?

00:55:25: Oder wo auch immer ein Redemptorismater-Seminar ist.

00:55:29: Das sind die Herausforderungen!

00:55:30: Wir hatten eine Phase, die Sie glaube ich anspielen oder sagen, wo natürlich Gemeinden damit gar nicht so sehr in Berührung gekommen sind und konfrontiert wurden auf einmal mit Gruppen, die Samstagabend im Farsaal Gottesdienst feiern.

00:55:46: Und eine ganz andere scheinbar Liturgie feiern als so gedacht.

00:55:51: Genau!

00:55:52: Das muss man sagen hat sich ein bisschen etabliert weil wir natürlich in Berlin auch ganz unterschiedliche andere geistliche Gemeinschaften haben oder muttersprachliche Mission sodass eine heutige Pfarrei ganz unterschiedliche Formen auch von Gruppierung und Gottesdiensten kennt.

00:56:08: Wenn man zum Neokartyschinalweg gehört, wenn man sich so trifft am Samstag ... Natürlich gibt es nur noch offene Gottesdientse, wo man hingehen kann und die Liturgie mitfeiern kann.

00:56:22: Aber man geht natürlich als katechetische Gruppe sei jetzt mal eine gebundene Gruppe, die dann diesen Weg auch geht.

00:56:31: Und da ist es dann die Herausforderung Das mit dem Alltag in der Pfarrei zu überlegen und herauszufinden.

00:56:41: Und trotzdem das eigene geistliche Leben zu leben, und das gibt manchmal dann auch selbst Missverständlichkeiten und braucht eine Absprache oder eine Kommunikation.

00:56:50: also gerade wenn ich jetzt an Auszubildende denke aber auch nachher im Dienst ist ein Priester letztendlich aufgestellt und kann auf die Pfarai und auf die Gemeinden und Gläubigen zugehen mit den unterschiedlichen Bedingungen und Herausforderungen.

00:57:06: oder bleibt er eher in seinem spirituellen Kontext, sag ich jetzt mal wenn man es ganz offen nimmt.

00:57:13: Das ist aber die Herausforderung im Moment bei uns auch von anderen muttersprachlichen Priestern aus anderen Kontexten der Weltkirche, die tatsächlich ja aber auch zu Berlin ein Stückchen gehört.

00:57:26: Und wie wir das vermitteln oder miteinander immer wieder erringen, das ist eine Herausforderung tatsächlich.

00:57:33: Übrigens die Seminaristen machen ihre Abschlüsse dann in Rom an der Gregorianer und kommen dann in den Pastorakos wieder nach Berlin auch wenn sie das ganze Studium in Berlin im Biestorff dort verbracht haben.

00:57:46: also da eine Koppelung immer wieder Ortskirche und Weltkirchen und die unterschiedlichen Bedingungen letztendlich Das ist ein gutes Training zu leben oder darauf einzugehen.

00:57:57: Und das bleibt aber Herausforderung gerade für die Seminaristen.

00:58:00: Ich habe jetzt an den Regions noch eine der letzten schwierigen Fragen, es geht um die Transfers.

00:58:07: Sie wissen wir haben beide jetzt schon über die Prisda Mangel gesprochen, den es in vielen Ländern West-Europas gibt.

00:58:14: In den USA aber natürlich auch in Deutschland ganz dramatisch.

00:58:17: In dem vergangenen Jahrzehnten sind immer wieder aus bestimmten Diözösen.

00:58:21: Das betrifft vor allem Kerala und Indien.

00:58:23: Es betraf aber auch massiv Polen was betrifgt auch andere Orte der Welt.

00:58:27: Priester die in anderen Ländern geboren sind, in anderen Länder geweiht wurden manchmal nicht unbedingt mit den besten Deutschkenntnissen im deutschen Verein eingesetzt worden.

00:58:37: Die auch eine andere Art Bildung haben, als sie sicherlich in Deutschland der Standard ist.

00:58:42: Ich sage jetzt mal eine traurige Erfahrung die ich damit gemacht habe.

00:58:48: Teil Deutschlands, in dem also noch ein Dialekt gesprochen wird hat sich die Familie einer Frau, die im Sterben lag.

00:58:56: Also bitter darüber beschwert das ein Priester zu ihr gekommen ist der nicht aus Europa stammte, der sehr schlecht Deutsch sprach und diese Frau wollte jetzt im Dialekt eigentlich über ihren Tod sprechen.

00:59:08: Der hat kein Wort verstanden konnte darauf auch nicht reagieren.

00:59:12: Und wir hatten dann in der Küche nachdem diese Frau verstorben ist einen Dialog, den ich nie vergessen habe.

00:59:19: Dass man doch in der Priesterausbildung und bei der Wahl von Priestern darüber nachdenken muss ob es wirklich sinnvoll ist in einem Land wie Deutschland bei akuten Priestermangel Menschen einzusetzen die zum Teil aus völlig anderen kulturellen Hintergründen kommt.

00:59:33: Ich weiß dass das in manchen Fällen sehr gut klappt!

00:59:36: Ich kenne viele Gemeinden die auf ihre Priester aus Indien oder Afrika oder Polen schwören.

00:59:41: Ich weiß aber auch dass es in vielen Fällen über nicht klappt, ich mich würde Ihre Meinung als Ausbildungsleiter dazu sehr interessieren.

00:59:52: Also das ist eine große Herausforderung so wie Sie es auch beschreiben.

00:59:55: wir haben in Berlin allerdings nie darauf gesetzt jetzt aus einem Land oder von anderen Kontinenten noch einmal dezidiert Dütsesahen Priester anzuwerben und auszubilden um den Einsatz zu bringen weil Berlin auch durchs Neokathikominat aber auch durch die Ordenslandschaft sowieso schon ich sage mal Multikulti, obwohl diese Wort auch schon ein bisschen old-fashioned ist zu haben und Weltkirche abzubilden.

01:00:24: Wir haben viele andere Sprache die natürlich in unseren gemeinden anderer Sprache oder der muttersprachlichen Mission wie es auch so schön noch heißt eingesetzt sind.

01:00:36: wir haben vom Neogatichuminaal die natürlich den Ausbildungsweg gehen und da gut vorbereitet werden.

01:00:42: was sprachliche Kompetenz auch angeht.

01:00:45: Ich habe manchmal den Eindruck gehabt, dass neben der Sprache oftmals auch natürlich das kulturelle Umfeld eingeübt werden muss oder verstanden werden muss.

01:00:57: Und je nachdem von wo oder wie weit man weg in Deutschland kommt ist das die eigentliche Hürde, neben dersprache zu verstehen, wie läuft Kultur?

01:01:07: Oder eben sogar noch mal kulturelles Sprachunterschied letztendlich.

01:01:12: Und da ist es ganz wichtig, wirklich mit Coachings oder so in Schritt weiterzukommen.

01:01:20: Das ist aber unheimlich mühsam also sowohl für diejenigen, die da unterwegs sind als auch für Begleitungs- und Ausbildungssysteme das Adequate zu finden.

01:01:30: Da bleiben wir eigentlich immer noch auf der Suche obwohl wie gesagt ich sage so viele Menschen gar nicht so direkt von außen kommen, aber mit den Orden, mit den geistlichen Gemeinschaften wie immer wieder gucken.

01:01:47: Wie könnt ihr also ihr als Gemeinsschaft oder Orden?

01:01:50: Oder wir als Bistum diese Menschen auch begleiten dass sie im Dienst fähig sind da auf Menschen zu reagieren und das ist ja das was um was es geht als Seesorger eben auf Menschen so reagieren die mit einzubinden aus ihrer Kultur heraus.

01:02:05: Das ist die Königsklasse letztendlich, die hohe Qualität.

01:02:10: Das bleibt eine Herausforderung.

01:02:12: Wie viele Nationalitäten haben Sie denn zurzeit in Ihrem Seminar?

01:02:17: Das könnte ich gar nicht so sagen.

01:02:20: Ich würde mal sagen selbst die Deutschen haben ja mehr oder weniger Migrationshintergrund.

01:02:24: also rein so geschätzt sind es bestimmt sechs oder sieben unterschiedlichste Herkunftsländer wenn das mal reicht.

01:02:35: Also wir haben immer wieder lateinamerikanische im Renemptorosmata oder Italienapolen, wir haben aber auch die sogenannten Deutschen sind ja dann aber auch aus anderen Ländern.

01:02:47: letztendlich haben oftmals jetzt zum Beispiel einer spanischen Mutter und ein deutschen Vater.

01:02:55: Die Familie lebt in Spaniel Aber der Sohn ist eigentlich Berliner.

01:02:58: so also auch das ist unser normal sind unsere normalen Menschen in Berlin, die so tatsächlich gut gemischt sind aus ganz Europa und der Welt.

01:03:10: Okay ich habe jetzt eine letzte Frage zum Abschluss.

01:03:14: Wenn Sie auf Papst Leo den vierzehnten treffen würden was sie ja früher später in ihrem Leben ganz sicherlich werden?

01:03:20: Und wenn der Papst sagen würde Sie wissen Ich habe ein Predigtverbot verhängt in der Eucharistiefeier Was würden Sie ihm dazu sagen?

01:03:30: Ja, das ist immer schwierig so Päpste zu treffen und dann in Konversation zu kommen.

01:03:36: Aber ich würde ihm das schon erzählen vielleicht erst mal tatsächlich wie wir das so in unseren Ausbildungsgruppen erleben wahrnehmen?

01:03:45: Ich glaube er ist ja jemand selber der in solchen Kontexten eigentlich auch gelebt hat, aus Bildungsgruppe kennt.

01:03:53: nun im Orden vielleicht nochmal differenzierter oder spezieller als in so gemischten Gruppen, aber ihm eher diese Realität noch mal erzählen und dann ja in Kommunikation treten.

01:04:05: Also wo sind denn Orte von Verkündigungen?

01:04:07: Von Evangelisierung?

01:04:08: Von Zeugnis geben?

01:04:10: Also eher dieser Richtung mit ihm zu überlegen.

01:04:13: Das braute man natürlich Zeit und ist fast ein bisschen synodaler Weg fast.

01:04:20: Ich danke Ihnen erstmal ganz herzlich, ich fand das ganz toll.

01:04:23: Vielen vielen Dank!

01:04:24: Wenn Sie je wieder das nächste Mal werden sie ja in Rom sind hoffe ich dass die mein Gast sind.

01:04:29: dann gehen wir zusammen Pizza oder Fisch essen trinken dazu guten Wein und Bier.

01:04:33: wie auch immer.

01:04:34: nochmal vielen dank.

01:04:36: ich möchte mich vor allem dafür bedanken dass es ein so offenes Gespräch kann mir vorstellen dass der einige andere moment für sich gar nicht so einfach war.

01:04:44: vielen dank dafür.

01:04:45: ich wünsche alles Gute bei Ihrer Arbeit und Alles Gute nach Berlin.

01:04:48: Danke Ihnen, es hat Spaß gemacht.

01:04:51: Auch wenn wir jetzt keine Rotwein bei uns hatten oder... Aber das kann ja noch kommen!

01:04:56: Alles klar ich freue mich auf Sie in Rom.

01:04:58: Alles Gute Herr Geuim!

01:04:59: Dankeschön!

01:05:00: Alles Gutes, schönen Tag Ihnen!

01:05:19: Kerstin.

01:05:19: Englisch, Ton und Schnitt.

01:05:22: Valentin Rövenstrunk

01:05:25: Ausführender Produzent Michael Treutler Ein Podcast von Parkum Audio.

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